
Der Gini-Koeffizient der Kapazität im Lightning-Netzwerk fasst die Ungleichheit in der beobachteten öffentlichen Kapazitätsverteilung auf einer dimensionslosen Skala von 0–1 zusammen. Er vergleicht kumulierte Kapazitätsanteile mit einer Gleichverteilung: 0 bedeutet Gleichheit, Werte nahe 1 zeigen stärkere Konzentration.
Ein steigender Koeffizient bedeutet, dass die gemessene Kapazitätsverteilung ungleicher wird; ein sinkender Wert bedeutet, dass sie gleichmäßiger wird. Die erfassten Werte reichen von etwa 0,94491 am 26. April 2022 bis 0,97951 am 28. Dezember 2025. Die beobachtete Verteilung blieb über diese gesamte Historie somit weit von einer Gleichverteilung entfernt.
Der Gini beschreibt die Form einer Verteilung, nicht ihre Gesamtgröße oder wer letztlich die Gelder kontrolliert. Die Ergebnisse hängen von der betrachteten Grundgesamtheit und der Abdeckung des öffentlichen Netzwerks ab; private Kapazität ist nicht sichtbar. Ein hoher Koeffizient allein belegt weder Zahlungsengpässe noch Eigentumskonzentration oder ein Versagen des Netzwerks.
Nein. Der Gini fasst Ungleichheit zusammen und ist nicht der Anteil eines einzelnen Teilnehmers oder einer Spitzengruppe. Viele unterschiedliche Kapazitätsverteilungen können einen ähnlichen Koeffizienten ergeben.
Die Beobachtungen werden nach Kapazität geordnet, und die kumulierten Kapazitätsanteile werden mit der Gleichverteilungslinie verglichen. Die normierte Abweichung ergibt einen Koeffizienten zwischen 0 und 1. Für Vergleiche müssen die zur Verteilung verwendete Grundgesamtheit und Abdeckung konsistent bleiben.
Ja. Die Gesamtkapazität kann wachsen, während neue Gelder ungleich verteilt werden und dadurch zugleich die Konzentration steigt. Kapazitätssummen messen die Größenordnung, der Gini dagegen die Ungleichheit.