Dies wird gemeinhin als kontobasiertes Long / Short Ratio bezeichnet. Es misst das Verhältnis zwischen der Anzahl der Konten mit Netto-Long-Positionen und der Anzahl der Konten mit Netto-Short-Positionen unter allen Nutzern mit offenen Positionen, wobei jedes Konto nur einmal gezählt wird.
Indikatorinterpretation:
Der Hauptwert dieses Indikators liegt in der Identifizierung der Tendenzen von Privatanlegern im Vergleich zu großen Marktteilnehmern. Wie allgemein bekannt ist, ist der gesamte nominale Wert der Long- und Short-Positionen am Markt stets gleich. Wenn der Gesamtwert der Positionen gleich ist, sich jedoch die Anzahl der Halter unterscheidet, deutet dies darauf hin, dass die Seite mit mehr Teilnehmern eine kleinere durchschnittliche Positionsgröße aufweist — typischerweise dominiert von Privatanlegern — während die Seite mit weniger Teilnehmern eine größere durchschnittliche Positionsgröße hat, meist dominiert von Walen oder Institutionen.
Wird das kontobasierte Long / Short Ratio ausreichend hoch, deutet dies häufig darauf hin, dass Privatanleger überwiegend Long positioniert sind, während Institutionen und große Händler eher zur Short-Seite tendieren.
Wenn das kontobasierte Long / Short Ratio beispielsweise 1,5 beträgt, bedeutet dies nicht, dass das Kapital auf der Long-Seite größer ist als auf der Short-Seite. Der gesamte nominale Wert der Long- und Short-Positionen ist immer gleich. Stattdessen bedeutet es, dass die Anzahl der Konten mit Long-Positionen 1,5-mal so hoch ist wie die Anzahl der Konten mit Short-Positionen, während die gesamte Positionsgröße auf beiden Seiten gleich bleibt. Dies impliziert mehr Long-Teilnehmer mit kleineren durchschnittlichen Positionen — wahrscheinlich Privatanleger — und weniger Short-Teilnehmer mit größeren Positionen, was auf einen höheren Anteil großer Händler hindeutet.